Kult der eisigen Flamme
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 Die eisige Flamme - Kapitel Eins

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Kelridas




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BeitragThema: Die eisige Flamme - Kapitel Eins   Die eisige Flamme - Kapitel Eins EmptyMo Nov 10, 2008 8:26 pm

Die eisige Flamme

1.)Äpfel und Winter.

Thema: https://www.youtube.com/watch?v=070rxq_lqIw&feature=related

Kalt pfiff der Wind über die Ebenen von Lordaeron, der Winter begann seinen eisigen Mantel auf das Land zu legen. Reif spross über die unzähligen Grashalme und die Bäume hatten fast ihre ganzen Blätter eingebüßt.
„Was muss ich bei der Arschkälte raus und gammelige Äpfel vom Boden einsammeln! Das is doch für’n….“ „Mama hat dir verboten so was zu sagen, Kelthros!“ fiel Blaros seinem jüngeren Bruder ins Wort. „Ich sag nur was ich denke! Winter ist nun mal kalt und blöd!“
Es war so kalt, dass man seinen eigenen Atem sah und es war eine undankbare Arbeit, bei diesem Wetter. Die beiden Brüder, beide in etwas sieben Sommer alt, gingen auf dem Obsthain umher. Es knackte bei jedem Schritt, der dünne Reifpanzer barst unter den sanften schritten. Die dicken Wollmäntel, die schlimmer rochen als alles, was sie bisher zu riechen bekommen hatten, schützten sie vor Vater Frosts kalten Griff.
„Weist du Blaros, es ist doch so: Sowas isst kein vernünftiger Mensch! Nich mal n Zwerg und die essen viel mist!“
Kelthros wurde von seinem Bruder argwöhnisch gemustert.
„Woher weißt du denn was Zwerge essen?“
Kelthors strahlte.
„Letztens kam ein Händler vorbei. Der hat mir tolles erzählt. Und der hat mir auch gezeigt was Zwerge so Essen! Da war echt gruseliges dabei! Solche dicken Käfer!“
Blaros weitete die Augen, sprach etwas lauter:
„Du lügst! Das hast du sicher wieder erfunden, wie dir langweilig war!“
Der jüngere Bruder, Kelthros, bauschte sich auf, wirkte empört:
„Und wie das war ist! Der hat mir auch was von Magiern erzählt! Die haben eine eigene Stadt! Ich wird auch Magier, dann schieß ich auch mit Feurbällen auf dich!“
Blaros fing an gackernd zu lachen, seine dunkelblonden haar schüttelten sich mit wie sonniges stroh.
„Genau, dann heiratest du nen Drachen. Mann Kelthros, du lügst auch nur wenn du den Mund aufmachst!“
Blaros wandte sich von seinem Bruder ab, schüttelte den Kopf.
Er vernahm ein leises „Donk“ und spürte einen dumpfen Schmerz am hinterkopf.
Als er sich umwandte, sah er seinen Bruder mit einer Ladung steinharter Äpfel bewaffnet, er schnaufte laut.
„ He spinnst du?“
„Ob ich spinne? Du spinnst! Sagst immer ich würde Lügen! Ich werds dir zeigen!“
Dem nächsten Geschoss konnte Blaros knapp ausweichen, er nahm sich selber einen in die hand, schoss damit nach seinem Widersacher.
Zu seiner Überraschung flog der Apfel nicht weit. Eine kräftige hand fing ihn auf, bevor er unsanft in Kelthros Gesicht gedonnert wäre.
„Habt ihr zwei eigentlich nur Flausen im Kopf?“
Beide Brüder sahen geschockt zu dem Mann auf, sprachen im Chor:
„Er hat angefangen!“
Der Mann knurrte leise, warf den Apfel auf den Boden.
„Schafft den Korb endlich rein……..is kalt draußen.“
Ohne Widerworte sammelten sie so viele Äpfel wie sie konnten, warfen alles in einen morschen Korb.
Der Mann ging voran, selbst in einen dicken Mantel gehüllt. Nachdenklich sah er gen Himmel, fuhr sich dann durch die kurzen Haare. Er besah seine Söhne, wie sie tapfer den Korb zogen, ohne eine Miene zu verziehen, er musste schmunzeln.
Blaros war der ältere. Man sah es ihm nicht an, aber er schien immer besonnener zu handeln als sein jüngeres Pendant.
Kelthros war ein Hitzkopf. Er träumte immer vor sich hin und fragte Besucher über allerlei aus.
Er war sich nicht sicher, aber zeitweilig machte er sich Sorgen um seinen jüngeren Sohn.
Kopfschüttelnd trat der Vater, gefolgt von seinen beiden Söhnen in das warme Haupthaus, Obsthains.
Es war von einfacher Bauart, wie man es oft in Lordaeron fand, aber es erfüllte seinen Zweck.
Man überlebte die heißen Sommer und die kalten Winter.
Sobald alle eingetreten waren, schloss sich die Tür und die Wärme umgab sie.
Sofort kam die Mutter herbeigeeilt kniete vor ihren Kindern, umarmte sie herzlich.
„Mama lass das, wenn uns die anderen sehen!“
Die Frau lachte auf, sah zu Kelthros.
„Oh, dann würden sie sich freuen zu sehen, was für bezaubernder junger Mann du bist!“
Kelthros verzog das Gesicht, Blaros grinste breit.
„S’ wird ein kalter Winter. Edgar meint, dass die Wölfe sich ausm Gebirge vorwagen könnten.“
Die Mutter sah ihren Gatten mit geweiteten Augen an.
„Padros, das ist nicht dein Ernst? Wölfe?“
„Ganz ruhig Evelyn. Ich nehm Blaros morgen zur Versammlung mit. Da kriegt er sein Schwert und passt auf, während ich die nächsten Wochen in der Kaserne bin.“
Evelyn stemmte die Hände in die Hüfte, ihr Tonfall wurde lauter und besorgter.
„Ein Schwert? Er ist erst sieben! Und wer soll ihm alles beibringen, wenn du nicht da bist?“
Padros grinste, setzte sich an den spärlich gezimmerten Tisch.
„Das macht der alte Gyram. Der war schon in der Armee, wie ich ein kleiner Scheißer war.“
Evelyn gefiel die Antwort zwar nicht, aber mehr als die Rolle der besorgten Frau, stand ihr nicht zu.
Blaros Gesicht strahlte tiefste Freude aus, er ging ein wenig auf seinen Vater zu.
„Wird ich dann so richtig ein Ritter wie du papa?“
Padros strich seinem Sohn lächelnd durchs Haar.
„Ja Junge, aber es wird n harter Weg. Da wird viel Blut und Schweiß fließen.“
Kelthros hatte sich bisher auf Abstand gehalten, tapste aber ein wenig näher. Unsicher besah er Vater und Bruder, schwieg aber.
„Und keine Angst Kelthros, du bist nächstes Jahr dran.“
Er lächelte seinen Sohn an, doch dieser schritt ein wenig zurück, brüllte auf einmal laut auf:
„Nein, ich will kein Ritter werden! Ich will Magier sein! Dann wird ich mit Feuerbällen die Wölfe verjagen und den Winter abschaffen!“
Trotzig verschränkte der Junge die Arme. Blaros glotzte seine Bruder ungläubig an, Padros kniff die Augen zusammen. Ehe der Vater seinen Sohn maßregelte, schritt die Mutter ein.
Sie umarmte ihren Sohn, hob ihn hoch.
„Natürlich wirst du mal ein großer Ritter. Und so ein Magier kann sich gar nicht wehren. Stell dir vor, eines Tages darfst du mit deinem Papi auf das land aufpassen!“
Leise schmollend schüttelte Kelthros den Kopf.
Er wollte Magier werden und den Sommer abschaffen.
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